Smart Plugs im Vergleich: Modelle mit Verbrauchsmessung
WLAN- und DECT-Steckdosen mit Verbrauchsmessung von AVM/FRITZ! und Shelly im Vergleich.
Ein Smart Plug ist eine Steckdose zum Zwischenstecken, die sich per App, Zeitplan oder Sprachbefehl schalten lässt; Modelle mit Verbrauchsmessung zeigen zusätzlich, wie viel Strom das angeschlossene Gerät zieht. Für die meisten Haushalte reicht ein WLAN-Modell ohne eigene Zentrale; wer Matter nutzen will, braucht dafür einen Matter-Controller (z. B. einen vorhandenen smarten Lautsprecher oder Home Assistant). Wer eine FRITZ!Box besitzt, kann stattdessen eine FRITZ!DECT-Steckdose nutzen, wer Zigbee im Haus hat, ein Zigbee-Modell.
Auf dieser Seite stellen wir die Modelle aus dem Katalog vor und erklären, worauf es bei Anbindung, Messung und Belastbarkeit ankommt. Wir haben die Geräte nicht selbst getestet; Angaben stammen aus den Herstellerbeschreibungen. Wie viel ein Smart Plug einsparen kann, hängt vom Gerät ab, das Sie abschalten: Weiter unten rechnen wir es mit einer Annahme von 0,35 € je kWh Schritt für Schritt vor. Eine Einführung in Technik und Einrichtung bietet der Smart-Plug-Ratgeber.
Für gemischte Haushalte kommt ein Matter-fähiges WLAN-Modell wie der Shelly Plug M Gen3 in Frage; für draußen eine wetterfeste Variante wie die AVM FRITZ!DECT 210 (laut Hersteller IP44, sofern auch die Steckdose IP44 hat; der Hersteller führt das Modell inzwischen auch unter dem Namen FRITZ!Smart Energy 210).
Modelle im Katalog
Shelly Plug M Gen3 Weiß - WLAN & Matter Smarte Steckdose, Leistungsmessung, 13A, 3000W, Zeitschaltuhr, Stecker, Smart Home Stecker, Alexa & Google, Apple HomeKit, Kein Hub Erforderlich (4 Stück)
37,90 €
Stand 14.09.2026 · inkl. MwSt., ggf. zzgl. Versand · maßgeblich ist der aktuelle Preis auf Amazon
Shelly Plug M Gen3 Weiß - WLAN & Matter Smarte Steckdose, Leistungsmessung, 13A, 3000W, Zeitschaltuhr, Stecker, Smart Home Stecker, Alexa & Google, Apple HomeKit, Kein Hub Erforderlich (2 Stück)
19,90 €
Stand 14.09.2026 · inkl. MwSt., ggf. zzgl. Versand · maßgeblich ist der aktuelle Preis auf Amazon
AVM FRITZ!DECT 210 – Intelligente Steckdose für den Außenbereich, IP44 wetterfest, 2.300 Watt
34,99 €
Stand 14.09.2026 · inkl. MwSt., ggf. zzgl. Versand · maßgeblich ist der aktuelle Preis auf Amazon
SONOFF S60ZBTPF Zigbee Smart Plug, Fernsteuerung, Energiemessung, Überlastschutz, eWeLink-App, Steckdose, 4er-Pack
52,99 €
Stand 14.09.2026 · inkl. MwSt., ggf. zzgl. Versand · maßgeblich ist der aktuelle Preis auf Amazon
SONOFF S61s Smart Steckdosen 16A/3840W – Fern- & Sprachsteuerung für ein sichereres und smarteres Leben
32,99 €
Stand 14.09.2026 · inkl. MwSt., ggf. zzgl. Versand · maßgeblich ist der aktuelle Preis auf Amazon
Smart Plug auswählen: fünf Fragen
| Frage | Wenn ja … | Wenn nein … |
|---|---|---|
| Steht eine FRITZ!Box im Haushalt? | FRITZ!DECT prüfen (Anbindung über die FRITZ!Box, laut Hersteller lokal) | WLAN/Matter oder Zigbee |
| Soll der Plug in mehreren Systemen laufen (Alexa, Google, Apple, Home Assistant)? | Matter-fähiges Modell wählen (Herstellerangabe auf der Verpackung) | Herstellersystem genügt |
| Soll er draußen stehen? | nur Modelle mit ausdrücklicher Schutzart für den Außenbereich (z. B. IP44 laut Hersteller) | Innenmodell genügt |
| Wie viel Last hängt daran? | Nennleistung des Plugs mit dem Gerät vergleichen (siehe unten) | Standardmodell genügt |
| Brauchen Sie die Messung? | Modelle mit Leistungs- und kWh-Anzeige | ein einfacher Schaltplug genügt |
Vergleichstabelle
| Modell | Preisniveau | Anbindung | Messung | Angebot |
|---|---|---|---|---|
| Shelly Plug M Gen3 (4er-Pack) | mittleres Preissegment | WLAN / Matter | Ja | Ansehen → |
| Shelly Plug M Gen3 (2er-Pack) | Einstiegssegment | WLAN / Matter | Ja | Ansehen → |
| FRITZ!DECT 210 | gehobenes Preissegment | DECT (FRITZ!Box) | Ja; IP44 nur mit IP44-Steckdose | Ansehen → |
| SONOFF S60ZBTPF | Einstiegssegment | Zigbee (eWeLink) | Ja | Ansehen → |
| SONOFF S61s | Einstiegssegment | WLAN | laut Produktseite prüfen | Ansehen → |
Kaufberatung: Darauf sollten Sie achten
Beim Kauf eines Smart Plugs entscheiden Ökosystem, Messfunktion, Steuerung und Belastbarkeit über den Nutzen im Alltag.
Ökosystem: DECT oder WLAN?
Besitzen Sie eine FRITZ!Box, kommen FRITZ!DECT-Steckdosen in Frage: Sie werden über die FRITZ!Box eingebunden und arbeiten laut Hersteller lokal. Ohne FRITZ!Box oder bei gemischten Systemen sind WLAN-Steckdosen wie die Shelly Plug M Gen3 flexibler; wer Matter nutzen möchte, braucht dafür einen Matter-Controller (z. B. einen smarten Lautsprecher oder Home Assistant). Zum Vergleich der beiden Systeme: Shelly oder FRITZ!DECT.
Verbrauchsmessung
Für das Energiesparen ist die Messfunktion zentral. Nur so erkennen Sie, welche Geräte wie viel Strom ziehen, auch im Standby. Achten Sie darauf, dass das Modell den Verbrauch in kWh anzeigt; ob ein Modell misst, steht in der Produktbeschreibung. Wenn Sie nur messen möchten, genügt ein einfaches Strommessgerät.
Steuerung und Automation
Zeitpläne und Automationen machen aus der smarten Steckdose ein Sparwerkzeug: Der Fernseher samt Peripherie lässt sich nachts komplett abschalten, die Kaffeemaschine nur morgens freigeben. Ob Zeitpläne ohne Internet weiterlaufen, hängt vom Modell ab (siehe Smart Plug ohne Cloud). Wenn ein Plug nicht schaltet, hilft Smarte Steckdose schaltet nicht; bei Verbindungsabbrüchen WLAN-Steckdose verliert die Verbindung.
Belastbarkeit richtig lesen
Auf dem Plug stehen Strom (Ampere) und oft die daraus folgende Leistung (Watt). Die Rechnung ist einfach: Leistung = Spannung × Strom. Bei 230 V und 16 A sind das 3.680 W (230 × 16); bei 13 A rund 2.990 W (230 × 13; der Shelly Plug M Gen3 ist laut Hersteller für 13 A / 3.000 W ausgelegt). Das angeschlossene Gerät darf diese Nennleistung auf Dauer nicht überschreiten. Typische Fälle:
- Lampe, Router, Ladegerät: weit unter jeder Nennleistung, unkritisch.
- Kaffeemaschine, Wasserkocher, Heizlüfter, Staubsauger: hohe Leistung, kurzzeitig. Die Typenschildangabe des Geräts mit der Nennleistung des Plugs vergleichen. Heizgeräte nur nach Herstellerangaben und nie unbeaufsichtigt über einen Zwischenstecker schalten.
- Mehrfachsteckdosen hinter dem Plug: Die Summe aller Verbraucher zählt. Nicht mehrere Verteiler hintereinander stecken.
- Kühlschrank, Gefriertruhe: nicht per Zeitplan abschalten (Lebensmittel); höchstens zur Verbrauchsmessung zwischenstecken.
Zwischenstecker ersetzen keine Elektroinstallation. Bei Zweifeln zur Absicherung von Steckdose oder Leitung fragen Sie eine Elektrofachkraft.
Was ein Smart Plug einsparen kann: Rechnung mit Annahme
Ein Smart Plug spart nur, wenn er einen Verbraucher abschaltet, der sonst Strom zieht. Der Rest ist Rechnen. Annahme: 0,35 € je kWh, 8.760 Stunden im Jahr (24 h × 365 Tage).
| Beispiel (Annahme) | Leistung im Dauerbetrieb | kWh pro Jahr | Kosten pro Jahr |
|---|---|---|---|
| 1 W Dauerlast | 1 W | 8,76 | 3,07 € |
| 5 W Standby (z. B. Receiver) | 5 W | 43,8 | 15,33 € |
| 10 W Standby (z. B. Medienwand gesamt) | 10 W | 87,6 | 30,66 € |
Rechenweg am Beispiel 5 W: 5 W × 8.760 h = 43.800 Wh = 43,8 kWh; 43,8 kWh × 0,35 € = 15,33 €. Wird das Gerät zusätzlich nur 6 Stunden pro Tag genutzt und den Rest vom Plug getrennt, entfallen die Standby-Stunden: 18 h von 24 h entsprechen 75 % der Zeit, also in diesem Beispiel rund 11,50 € im Jahr (15,33 € × 0,75). Die Zahlen sind ein Rechenbeispiel, keine Messung. Ihre tatsächlichen Werte zeigt die Messfunktion des Plugs oder ein Messgerät, siehe Standby-Verbrauch ohne Messgerät finden.
Wichtig: Ein Smart Plug verbraucht selbst etwas Strom. Wie viel, steht im Datenblatt des Herstellers („laut Hersteller"). Bei sehr kleinen Standby-Lasten kann der Eigenverbrauch den Gewinn aufzehren. Der Plug lohnt sich daher vor allem bei Verbrauchern mit spürbarem Standby oder wenn die Messung hilft, Stromfresser zu finden.
Die Amortisation lässt sich mit einer Formel prüfen: Anschaffungspreis des Plugs ÷ jährliche Ersparnis = Jahre bis zur Amortisation. Setzen Sie den aktuellen Preis von der Produktkarte ein und die Ersparnis aus der Tabelle oben oder Ihrer Messung.
So sparen Sie mit Zeitplänen und Automationen
Der Spareffekt entsteht durch Regeln, die ohne Ihr Zutun laufen. Beispiele:
- Nachtabschaltung der Medienanlage: Fernseher, Receiver und Soundbar hängen an einer Steckdosenleiste hinter dem Plug, der sie nachts abschaltet. Das vermeidet den Standby-Verbrauch in dieser Zeit.
- Arbeitsplatz nach Feierabend trennen: Monitor, Dockingstation, Drucker und Ladegeräte nehmen auch ausgeschaltet Strom auf. Ein Zeitplan nimmt sie abends und am Wochenende vom Netz.
- Anwesenheitssimulation: Lampen zu wechselnden Zeiten zu schalten kann im Urlaub das Haus bewohnt wirken lassen.
Mit einem Balkonkraftwerk lohnt es sich, flexible Verbraucher in die Mittagsstunden zu legen. Ein Smart Plug mit Zeitplan kann dafür den Start von Geräten wie einer Ladestation oder eines Entfeuchters verschieben. Wie viel davon tatsächlich im Haus verbraucht wird statt eingespeist, zeigt die Messung. Mehr dazu: Eigenverbrauch erhöhen.
FRITZ!DECT oder Shelly – die Entscheidungshilfe
Beide Wege führen zum Ziel, passen aber zu unterschiedlichen Haushalten. FRITZ!DECT von AVM liegt nahe, wenn Sie ohnehin eine FRITZ!Box betreiben: Die Steckdosen werden über die FRITZ!Box eingebunden und verwaltet; laut Hersteller läuft die Anbindung lokal. Dafür sind sie an das AVM-System gebunden.
Shelly bietet WLAN-Steckdosen, die laut Hersteller Matter unterstützen und sich in mehrere Smart-Home-Plattformen einbinden lassen, sofern ein Matter-Controller vorhanden ist. In gemischten Haushalten ist auch eine Kombination denkbar: FRITZ!DECT für Räume nah an der FRITZ!Box, Shelly als Ergänzung.
Wo ein Smart Plug nicht die richtige Lösung ist
- Geräte mit Update-Standby: Router, Smart-TVs und Receiver können nachts Updates laden.
- Dauerbetrieb mit hoher Last: Wärmegeräte gehören nicht an einen Zwischenstecker, wenn die Herstellerangaben es nicht ausdrücklich erlauben.
- Fest installierte Verbraucher: Für Beleuchtung an der Decke ist ein smarter Schalter oder Leuchtmittel sinnvoller als ein Plug.
- Wenn nur Messen gefragt ist: Ein reines Strommessgerät genügt. Übersicht: Strommessgeräte.
Worauf es bei der Technik im Detail ankommt
- Messung kleiner Lasten: Damit auch schleichende Standby-Verbraucher sichtbar werden, sollte das Datenblatt die Messgenauigkeit und den Messbereich nennen.
- Funkstandard: DECT (FRITZ!Box), WLAN, Zigbee oder Matter bestimmen die Einbindung. Was jeweils zusätzlich nötig ist (Zentrale, Hub, Controller), erklärt der Smart-Plug-Ratgeber.
- Eigenverbrauch des Plugs: Er steht im Datenblatt und läuft bei der Rechnung mit; bei sehr kleinen Standby-Lasten kann er den Gewinn aufzehren.
- Bauform: Kompakte Gehäuse verdecken die Nachbarbuchse einer Doppelsteckdose seltener; die Maße stehen im Datenblatt.
- Schutzart IP44: Nur Modelle mit ausdrücklicher Schutzart gehören nach draußen, und IP44 gilt nur zusammen mit einer IP44-Steckdose. Mehr dazu: Smart Plug im Außenbereich.
Datenschutz und lokale Steuerung
Smarte Steckdosen erfassen, wann welche Geräte laufen. Das lässt Rückschlüsse auf den Tagesablauf zu, daher ist wichtig, wo die Daten verarbeitet werden. Bei lokaler Steuerung bleiben sie im Heimnetz; laut Hersteller arbeiten FRITZ!DECT-Steckdosen über die FRITZ!Box, und Shelly-Geräte lassen sich laut Hersteller lokal betreiben. Erst wenn Sie die Hersteller-Cloud für den Fernzugriff aktivieren, werden Schalt- und Verbrauchsdaten an externe Server übertragen. Wer datensparsam arbeiten will, prüft die Einstellungen des jeweiligen Modells; Details zu Modellen ohne Cloud-Zwang finden Sie unter Smart Plug ohne Cloud.
Energiemanagement im Smart-Home-Verbund
Eine einzelne Steckdose kann bereits helfen, ihr Nutzen wächst im Verbund. In Kombination mit einem Balkonkraftwerk lässt sich der Eigenverbrauch des selbst erzeugten Solarstroms steigern, indem eine Automation Geräte wie Waschmaschine oder die Ladung einer Powerstation in die Sonnenstunden legt. Gesteuert wird das über eine zentrale Plattform, etwa die FRITZ!Box, ein Shelly-Setup oder eine Matter-Umgebung. Weitere Strategien finden Sie im Energiespar-Ratgeber und unter Grundlast senken. Was der Unterschied zwischen Smart Plug, Steckdosenleiste und Zwischenzähler ist, erklärt der Smart-Plug-Ratgeber.
Häufig gestellte Fragen
FRITZ!DECT oder Shelly — was passt zu mir?
Wie viel Last verträgt ein Smart Plug?
Wie schnell amortisiert sich ein Smart Plug?
Kann ich mehrere Geräte über eine smarte Steckdose schalten?
Wie messe ich den Verbrauch eines Geräts richtig?
Was bedeutet Matter bei einem Smart Plug?
Eignen sich Smart Plugs für die Lastverschiebung mit Balkonkraftwerk?
Was ist ein Smart Plug und wofür braucht man ihn?
Brauche ich für einen Smart Plug einen Hub?
Wie viel Strom verbraucht ein Smart Plug selbst?
Kann ich einen Smart Plug draußen verwenden?
Funktioniert ein Smart Plug auch ohne Internet?
Stromfresser finden
Mit einer Messsteckdose sehen Sie, welche Geräte im Standby Strom ziehen. Die Modelle im Katalog finden Sie oben auf dieser Seite.
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